Forschung: Theorien und Modelle

 

  • Die Grundlagen des Verhaltenskapitalismus
  • Die Theorie der Reizgesellschaft/ des Homo Stimulus
  • Die Grundlagen des Wertekapitalismus (Modell der Alternativen Hegemonie; AH-Modell)
  • Die Theorie des Zeitenwandels 
  • Das Modell des Milieukampfes zur Erklärung gesellschaftlicher und politischer Veränderungen
  • Die Identifizierung einer Ära des kollektiven Individualismus

  • Die Theorie der Bedingungen für den Aufstieg- und Fall von Nationen und Gemeinschaften
  • Theorie des Rollenkonfliktes zwischen Individualisierungsprozess und Milieurolle 

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Theorie des Homo Stimulus/ der modernen Reizgesellschaft

Defintion: Unter einer modernen Reizgesellschaft versteht man ganz allgemein einen Zusammenschluss von Individuen, der in starker Frequenz beeinflussenden, in der Regel künstlich erzeugten, Reizen ausgesetzt ist und sich diesen nur schwer oder nicht entziehen kann bzw. zum Teil auch nicht möchte.

Defintion: Unter einem Homo Stimulus, versteht man eine derartig konditionierte Person, die an eine permanente Konfrontation mit hochfrequentierten, kurzen sowie künstlichen Reizen gewöhnt ist und sich ihnen kaum oder nur teilweise entziehen kann oder will. Im Gegenteil werden bestimmte Reize oft selbst eingefordert oder ein entsprechender Reizdialog angestoßen.

Weiterführende Literatur:

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Theorie des Zeitenwandels

Defintion: Unter einem Zeitenwandel versteht man einen zeitlichen Abschnitt, in dem sich dessen einzelne Elemente auf eine solche Art und Weise dynamisch gegenseitig beeinflussen, dass diese eine Neuordnung der bisherigen (globalen) Machtverhältnisse bewirken können.

Diese Elemente wären:

  • Der Umgang mit dem technologischen Fortschritt (z.B. Digitalisierung, Verhaltenskapitalismus, Homo stimulus, Biotechnologie, KI, Optimierung des Menschen)
  • Den Aufstieg neuer Konkurrenten auf den Weltmärkten (z.B. asiatische Staaten)
  • Der Schwäche der westlichen Welt (z.B. durch Instabilität, Milieukämpfe, erodierende Milieus, schwindendes Vertrauen in bestehende Ordnungen, Verlust von Wettbewerbsfähigkeit oder den politischen Aufstieg Chinas/Asiens)
  • Die Veränderung der Umweltbedingungen (z.B. durch Klimawandel, Pandemien, Ressourcenausbeutung oder Umweltzerstörung)
  • Fehlende Perspektiven eines Teils der Menschheit (z.B. durch Überbevölkerung oder unbefriedigte Grund- und Sicherheitsbedürfnisse)


Weiterführende Literatur:

Theorie für den Aufstieg und Fall von Nationen und Gemeinschaften

Die Analyse historischer Prozesse lässt darauf schließen, dass es fünf Faktoren für den Aufstieg und den Fall von Nationen und Gemeinschaften gibt, die alle in stetiger Wechselwirkung stehen.
        

Die eigene Wettbewerbsfähigkeit

Gesellschaftliche Struktur, Demographie, politisches System, Rechtssicherheit,  Grad der          individuellen Freiheit, Verhältnis von Religion und Staat, Wirtschaftssystem,  Zugänge zum Markt, Vertriebsvariablen, Eigentumsverhältnisse, biologische Komponenten,  Infrastruktur
Der natürliche Faktor

Zugang zu Rohstoffen und Ressourcen ( auch z.B. Humanmaterial und Wasser), klimatische Bedingungen, Umweltzerstörung- und  Verschmutzung, Umweltbedingungen (z.B. auch Pandemien)
Konkurrenten

Anzahl, Märkte, Wettbewerbsfähigkeit, Bereitschaft zur Kooperation oder Aggression,
Der technologische Faktor

Grundlagenforschung, weiterentwickelnde Forschung, Produktentwicklung,  Produktverbesserung 
Bedürfnissicherung
 

Grundbedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, soziale Bedürfnisse, Individualbedürfnisse, Selbstverwirklichung


Die folgende Grafik detailiert diese Faktoren in übersichtlicher Form.

Das Zeitalter des kollektiven Individualismus

Defintion: Unter einem kollektiven Individualismus wird ein Individualismus verstanden, bei dem das Individuum so eingebettet wird, dass die individuelle Selbstentfaltung innerhalb eines nicht oder kaum sichtbaren Rahmens erfolgen kann.

  • Erfährt der Individualisierungsprozess Hemmungen z.B. durch Milieukämpfe, so sprechen wir von einem unvollkommenen kollektiven Individualismus. 
  • Das Zeitalter des kollektiven Individualismus wird im 21. Jahrhundert von einem unvollkommenen kollektiven Individualismus dominiert werden.



Weiterführende Literatur:

Milieukampf

Defintion: Milieukampf bedeutet, dass sich zwischen Lebenswirklichkeiten (Milieus) einer Gesellschaft (oder mehrerer Gesellschaften) Konflikte ergeben, die aktiv oder passiv ausgetragen werden. 


  • Milieukonflikte werden dann begründet, wenn die Bedürfnisse des Milieus nicht erfüllt werden bzw. die Identität eines Milieus attackiert wird. 
  • Ein Milieukonflikt kann damit auch dann entstehen, wenn kein anderes Milieu als konkretes Feindbild identifiziert wurde. Es ist daher zwischen einem inneren und einem äußeren Konflikt zu unterscheiden. 
  • Ein innerer Konflikt führt in der Regel mittel bis langfristig zu einem äußeren Konflikt und kann sich entladen. Ein äußerer Konflikt führt zum Milieukampf.
  • Der Milieukampf muss nicht mit physischer Gewalt ausgetragen werden. Er muss nicht einmal zu aktiver Handlung führen, sondern kann sogar in Passivität münden. 
  • Im Rahmen von Milieukämpfen kann es temporäre Bündnisse, auch über die Grenzen einer Gesellschaft hinaus, geben. Sie sind aber zumeist vorübergehender Natur (Milieukoalitionen).
  • Milieukämpfe können auch zwischen mehreren Gesellschaften ausgetragen werden. Gleiches gilt für das Bestehen von Konflikten und Koalitionen  
  • Einzelne Milieus versuchen aktiv die Gesellschaft zu beeinflussen. Sie haben einen Führungsanspruch, der automatisch Milieukämpfe erzeugt.

Theorie des Rollenkonfliktes zwischen Individualisierungsprozess und Milieurolle 

Die Theorie beschreibt einen Rollenkonflikt bzw. eine „kognitive Dissonanz“  zwischen der individualisierten Entwicklung und der Milieurolle.