News from 07/2025

Thesenzusammenfassung "Langzeitarbeitlose mit multiplen Beeinträchtigungen" (zitierfähig)

Zusammfassung: Das Buch „Langzeitarbeitslose mit multiplen Beeinträchtigungen - Wer sie sind. Was sie denken und was sie beeinflusst. Wie mit ihnen umzugehen ist“ entfaltet eine neuartige, holistische Analyse einer schwer erreichbaren Zielgruppe: langzeitarbeitslose SGB-II-Empfänger mit multiplen Beeinträchtigungen. Methodisch zentral sind (a) ein milieubasiertes Segmentierungsmodell (Veränderungsbereitschaft × Aktivität) und (b) die erstmalige systematische Erhebung digitaler Konditionierung mittels EDEDKI. Kernergebnisse: Die Zielgruppe ist hoch heterogen und bildet sechs Milieus mit unterscheidbaren Interventionsbedarfen; Zügel „hemmnisorientierter“ Integrationslogiken greifen zu kurz; Teile der Gruppe zeigen Normalitätsneubildungen, in denen Erwerbsarbeit nicht länger als Leitnorm gilt. Daraus folgen milieusensible, langfristige Strategien, die klassische Sozialarbeit um digitale und psychologische Module zu erweitern. (Herteux, 2025). 

Kurzversion und Thesenzusammenfasschung abrufbar:


Langversionen:

  • Buch (print): 978-3948621551
  • Buch (elektronisch): 978-3948621568


Abrufbar als medialer Beitrag u.a.: 

Neues Buch präsentiert innovative Forschungserkenntnisse zu den Themen Langzeitarbeitlosigkeit und Bürgergeld - muss ein Paradigmenwechsel erfolgen?

„Langzeitarbeitslose mit multiplen Beeinträchtigungen - Wer sie sind. Was sie denken und was sie beeinflusst. Wie mit ihnen umzugehen ist“ von Andreas Herteux

Langzeitarbeitslosigkeit ist eines der drängendsten sozialen Themen unserer Zeit. Kaum ein Bereich steht so sehr im Fokus politischer Debatten, in kaum ein anderes Feld fließen vergleichbar viele Mittel, doch nachhaltiger Erfolg bleibt seit Jahrzehnten aus. Woran liegt das? Vielleicht daran, dass wir diese Menschen zu kennen glauben – in Wahrheit aber nur ihr Umfeld betrachten: Lebenslagen, Bildungsdaten, Gesundheitszustände. Wir analysieren das Können, aber nicht das Wollen. Doch wer sind sie wirklich? Was bewegt sie? Was beeinflusst ihr Denken und Verhalten? Spielt Arbeit in ihrem Leben noch eine Rolle? Und was ist für sie eigentlich normal? Ein ganzheitlicher Blick. Dieses Buch wagt erstmals eine Perspektive, die auch die innere Welt der Betroffenen und ihre tiefgreifende Prägung durch digitale Einflüsse mitdenkt. Auf Basis eines der umfassendsten empirischen Zugänge der letzten Jahre entwickelt Andreas Herteux neue Kategorisierungen – und gelangt zu einem überraschenden Befund: Die vermeintlich homogene Gruppe ist in Wirklichkeit ein Mosaik unterschiedlicher Milieus – mit eigenen Denkmustern, eigenen Wegen, eigenen Ressourcen. Herteux entwirft nicht nur eine neue wissenschaftliche Klassifikation, sondern schlägt einen Paradigmenwechsel vor: Weg von der Maßnahme – hin zu einem umfassenden Verständnis. Ein Verständnis, das anerkennt, dass heute viele Normalitätskonzepte gleichberechtigt nebeneinander existieren – und dass ein veraltetes Denken in korrigierbaren Normabweichungen an der Realität scheitern muss: bei der Langzeitarbeitslosigkeit ebenso wie im gesellschaftlichen Denken insgesamt.

Buchversionen:

  • Buch (print): 978-3948621551
  • Buch (elektronisch): 978-3948621568


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